Warum überhaupt raus? Kein Bock mehr auf die vier Wände.
Manchmal muss man einfach raus. Die Decke fällt einem auf den Kopf, die Nachbarn hören jeden Mucks und die ganze Sache fühlt sich an wie Arbeit. Draußen ist das anders. Da geht’s um die Sache an sich. Kein Gedöns drumherum. Die Luft ist frisch, es ist alles ein bisschen direkter, ehrlicher. Das hat nichts mit Romantik zu tun, das ist einfach nur eine Abwechslung. Wenn du weißt, dass du nicht erwischt wirst, ist der Kopf freier. Und genau darum geht es: sich eine Ecke zu suchen, wo man sein Ding machen kann, ohne dass gleich das Telefon klingelt, weil Tante Gerda dich aus dem Fenster gesehen hat. Es geht um den Kick, klar. Aber es geht auch darum, einfach mal ungestört zu sein, wo dich keiner erwartet. Das ist der Punkt.
Die wichtigste Regel in Kleve: Park die Kiste clever.
Das A und O für Outdoor Sex in Kleve ist nicht der Ort, sondern dein Auto. Deine Kiste verrät dich. Stellst du den Wagen abends an einer komischen Stelle an der Herzogstraße ab, weiß morgen die halbe Stadt Bescheid. Am Fischmarkt parken? Kannste gleich eine Anzeige in die Zeitung setzen. Kleve ist nicht Berlin. Die Leute gucken. Die merken sich Kennzeichen.
Die Lösung ist einfach: Denk nach. Park die Karre da, wo sie nicht auffällt. Das EOC ist ein guter Startpunkt. Da stehen hunderte Autos, da schaut keiner zweimal hin. Von da aus läufst du halt zehn Minuten. Ist gut für den Kreislauf. Oder du suchst dir eine ruhige Wohnstraße in Kellen oder Materborn, wo du niemanden kennst und dein Auto zwischen den anderen untergeht. Bloß nicht direkt am Tatort parken. Das ist die Regel für Anfänger. Wer klug ist, lässt das Auto ein paar Ecken weiter stehen und geht den Rest zu Fuß. So einfach ist das. Wenn du weiter rausfährst, über die B9 Richtung Goch oder Holland, wird es einfacher. Da gibt es Feldwege, wo du die Kiste auch mal unauffällig abstellen kannst, ohne dass direkt der Bauer mit der Mistgabel kommt.
Ordentliche Ecken für Outdoor Sex in Kleve – aber mit Kopf.
Es gibt genug Platz im Kreis Kleve. Man muss nur wissen, wo. Und man muss wissen, was die Vor- und Nachteile sind. Jede Ecke hat ihre eigenen Regeln.
Der Wald: Wir haben hier genug davon. Der Reichswald ist riesig, da kann man sich verlaufen. Das ist gut. Such dir einen Parkplatz, der nicht der erste an der Hauptstraße ist. Fahr ein bisschen rein. Und dann lauf. Nicht direkt zehn Meter neben dem Auto die Decke ausbreiten. Geh tiefer in den Wald, weg vom Weg. Wo die Jogger und die Rentner mit ihren Hunden nicht mehr hinkommen. Da hast du deine Ruhe. Der Boden ist weich, die Bäume sind ein guter Sichtschutz. Pass aber auf die Zeit auf. In der Dämmerung ist am wenigsten los. Mitten am Sonntagnachmittag ist das eine dumme Idee.
Am Wasser: Die Gegend am Altrhein hat was. Da gibt es viele kleine, versteckte Ecken. Im Sommer ist das top, aber Achtung: Mücken. Die Viecher können dir den ganzen Spaß versauen. Nimm was dagegen mit. Außerdem sind da manchmal Angler. Die sitzen stundenlang still am Ufer. Also erst mal die Lage checken. Gucken, ob da irgendwo eine Schnur im Wasser hängt oder ein Eimer steht. Wenn die Luft rein ist, findet man hier oft Plätze, die absolut uneinsehbar sind. Eine Decke ist Pflicht, der Boden ist oft feucht.
Feld und Wiese: Die Deichwiesen und die ganzen Felder Richtung Grenze sind weitläufig. Das ist der Vorteil und der Nachteil. Du siehst, wenn jemand kommt, aber man sieht dich auch. Das ist eher was für die ganz schnelle Nummer im Stehen oder im Auto. Oder für eine Nacht, in der du sicher bist, dass niemand mehr unterwegs ist. Hier ist das Risiko am größten, von einem Landwirt oder einem Spaziergänger überrascht zu werden. Wenn du das machst, dann zackig. Kein langes Vorspiel, kein Nickerchen danach. Rein, raus, weg.
Was du im Gepäck haben solltest – Kein Gedöns, nur das Nötigste.
Wer unvorbereitet loszieht, hat schon verloren. Das ist wie bei der Arbeit. Ohne ordentliches Werkzeug wird das nichts. Du brauchst keine Kiste voller Spielzeug, aber ein paar Basics müssen sein.
Erstens: Eine Decke. Am besten eine dunkle. Nichts in Neongelb. Die legst du nicht nur für die Bequemlichkeit drunter, sondern auch, damit du nicht aussiehst wie ein Schwein danach. Zweitens: Feuchttücher. Immer. Ist selbsterklärend. Drittens: Eine Mülltüte. Was du mitbringst, nimmst du auch wieder mit. Kondome, Verpackungen, Taschentücher – alles. Wer seinen Dreck liegen lässt, ist ein Idiot und sorgt dafür, dass solche Plätze bald tabu sind. Viertens: Zieh was an, was praktisch ist. Dunkle Klamotten, die man schnell an- und ausziehen kann. Kein weißes Hemd, das im Mondlicht leuchtet wie eine Warnlampe. Und vielleicht eine kleine Taschenlampe, am besten mit Rotlicht, das blendet nicht so und ist von weitem kaum zu sehen. Aber nur anmachen, wenn es absolut sein muss.
Der Klever Faktor: Jeder kennt deinen Onkel.
Du darfst eine Sache nie vergessen: Kleve ist im Herzen ein Dorf. Selbst wenn du in der Stadt wohnst. Die Leute reden. Wenn der Nachbar vom Cousin deiner Mutter dich zufällig nachts im Wald sieht, wo du nichts zu suchen hast, dann hast du am nächsten Sonntag beim Familienkaffee ein Problem. Diskretion ist alles. Das bedeutet, du meidest Orte, die als Treffpunkte bekannt sind. Du meidest die typischen Gassi-Runden. Du meidest die Aussichtspunkte an der Schwanenburg. Such dir was Eigenes. Sei kreativ.
Die größte Gefahr ist nicht die Polizei. Die haben besseres zu tun, solange du dich nicht nackt auf die Straße stellst. Die größte Gefahr sind die neugierigen Blicke. Die Leute, die sich wundern, warum da um 23 Uhr noch ein Auto am Feldweg steht. Deswegen ist die Vorbereitung so wichtig. Ein Plan, eine gute Ausrede im Kopf, falls doch mal jemand fragt. Und vor allem: unauffällig sein. Kein lautes Lachen, keine Musik. Sei ein Geist. Da sein, Spaß haben, verschwinden.
Sex im Auto: Die mobile Bude.
Für viele ist Sex im Auto die einfachste Form von Outdoor Sex. Die Kiste bietet Schutz vor Wetter und Blicken. Aber auch hier gibt es Regeln. Ein Auto auf einem leeren Parkplatz in der Innenstadt schreit nach Aufmerksamkeit. Such dir die richtigen Orte. Industriegebiete nach Feierabend sind oft gut. Da ist keine Sau mehr unterwegs. Große Parkplätze von Supermärkten, aber in der hintersten, dunkelsten Ecke. Waldparkplätze, die nicht direkt an der Straße liegen.
Ein paar Tricks machen die Sache einfacher. Wenn die Scheiben nicht getönt sind, häng eine Jacke oder ein Handtuch drüber. Ein Sonnenschutz für die Windschutzscheibe wirkt auch nachts Wunder. Und ganz wichtig: Motor aus, Licht aus. Ein laufender Motor oder Bremslichter sind ein klares Signal. Sei leise. Die Karre wackelt, das ist klar. Aber wenn du dabei noch rumschreist, brauchst du dich nicht wundern. Die beste Position ist die, bei der man von außen am wenigsten sieht. Liegesitze sind dein Freund. Es ist eng, es ist nicht immer bequem, aber es ist eine sichere und schnelle Nummer, wenn man es richtig anstellt.
Nach dem Spaß ist vor dem Aufräumen.
Das ist die letzte und vielleicht wichtigste Ansage. Wenn du fertig bist, hinterlässt du den Ort so, wie du ihn vorgefunden hast. Besser noch sauberer. Niemand will in deinen Müll treten. Das ist nicht nur respektlos der Natur gegenüber, sondern auch dumm. Liegen irgendwo Taschentücher oder Kondome rum, zieht das Aufmerksamkeit auf sich. Dann kommt vielleicht mal einer öfter vorbei, um zu gucken. Und schon ist der gute Platz verbrannt. Für dich und für alle anderen.
Also: Alles einpacken, Mülltüte zu und im nächsten öffentlichen Mülleimer entsorgen. Nicht aus dem Fenster werfen. Danach nicht noch ewig rumstehen und eine rauchen. Die Mission ist beendet. Also zackig wieder in die Kiste, unauffällig vom Acker machen und nach Hause. Je weniger Zeit du am Ort des Geschehens verbringst, desto geringer ist das Risiko. Mach dein Ding, sei sauber und halt den Mund. Dann läuft das auch in Zukunft.





